European Research Council Universitad de Barcelona

Länder mit fast vollständigem Abtreibungsverbot

Länder mit relativ liberalen Abtreibungsgesetzen und Herkunftsländer von grenzüberschreitenden Abtreibungsreisen

Länder mit liberaleren Abtreibungsgesetzen und Zielländer für grenzüberschreitende Abtreibungsreisen

Die grauen Länder sind nicht an diesem Forschungsprojekt beteiligt.

Für den Bereich Reisen sind keine länderspezifischen Daten verfügbar.

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< Nordirland Vereinigtes Königreich Polen Irland Frankreich Deutschland Niederlande Belgien Spanien Italien -

Zielland für Schwangerschaftsabbrüche im Ausland;

In diesem Land werden auch Abtreibungsreisen innerhalb des Landes untersucht.

 

Herkunftsland für Schwangerschaftsabbrüche im Ausland;
In diesem Land werden auch Abtreibungsreisen innerhalb des Landes untersucht.

 

Herkunftsland für Schwangerschaftsabbrüche im Ausland.

Herkunftsland für Schwangerschaftsabbrüche im Ausland.

Zielland für Schwangerschaftsabbrüche im Ausland.

Land mit fast vollständigem Verbot von Schwangerschaftsabbrüchen. Polnische Frauen suchen nach illegalen Abtreibunsmethoden oder reisen ins benachbarte Ausland.

 

Zielland für Schwangerschaftsabbrüche im Ausland.

Herkunftsland für Schwangerschaftsabbrüche im Ausland;
In diesem Land werden auch Abtreibungsreisen innerhalb des Landes untersucht.

Land mit neu legalisiertem Abtreibungsangebot seit Januar 2019. 94 % der irischen Frauen erhalten einen Schwangerschaftsabbruch in Irland. Studienteilnehmer aus Irland wurden in Großbritannien rekrutiert, bevor die Abtreibung legalisiert wurde, und Tausende von ihnen reisten ins Ausland, um eine Abtreibung zu erhalten.

 

NORTHERNIRELAND UK POLAND REPUBLIC OFIRELAND FRANCE GERMANY NETHERLANDS BELGIUM SPAIN ITALY
JAN JAN JAN JAN JAN JAN JAN 14 Wochen 90 Tage 12 Wochen 12 Wochen 24 Wochen 22 Wochen 12 Wochen 3 Tage 7 Tage 0 Tage 6 Tage 0 Tage 5 Tage 3 Tage > JA (nur ein einigen Fällen) NEIN NEIN (nur schriftlich) NEIN (nur für Minderjährige) JA NEIN NEIN

Alle an diesem Projekt beteiligten Länder erkennen an, dass Gesundheitsdienstleister die Erbringung von Abtreibungsdiensten aus religiösen oder moralischen Gründen verweigern können. Die meisten europäischen Länder liefern keine Daten über Verweigerungen aus Gewissensgründen (auch definiert als gewissenhafte Verweigerung der Abtreibung), die in einigen der an diesem Projekt beteiligten Ländern, wie Italien, eine weit verbreitete Praxis ist, welche den Zugang zu Schwangerschaftsabbrüchen erschwert. Wenn Sie mehr über dieses Phänomen erfahren möchten, klicken Sie bitte auf den Abschnitt Gesetze/Barrieren und wählen Sie das Land Ihrer Wahl. Sie können auch nach weiteren Informationen zu diesem Thema suchen, indem Sie den Bereich Studien und Ergebnisse aufrufen.

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Europe Abortion Access Project

Viele Frauen reisen in Europa, um außerhalb und/oder innerhalb der Grenzen ihres Wohnsitzlandes einen Schwangerschaftsabbruch durchführen zu lassen, auch aus Ländern mit relativ liberalen Abtreibungsgesetzen. Diese Länder stehen im Mittelpunkt dieser Studie. Sie zielt darauf ab, das Verständnis dafür zu verbessern, warum Frauen aus westeuropäischen Ländern mit relativ liberalem Abtreibungsrecht wegen eines Schwangerschaftsabbruchs reisen und welche Erfahrungen sie mit Barrieren bezüglich Zugang zu sicheren/legalen Schwangerschaftsabbrüchen und Abtreibungsreisen gemacht haben. Gleichzeitig gibt es Frauen aus mittel-/osteuropäischen Ländern, wie der Slowakei und Ungarn, aber auch Frauen aus Ländern mit sehr restriktiven Abtreibungsgesetzen wie Malta, Polen und Irland, die ebenfalls wegen eines Schwangerschaftsabbruchs reisen müssen.
Überprüfen Sie unseren Bereich Studien und Ergebnisse.

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Länder mit fast vollständigem Abtreibungsverbot

Länder mit relativ liberalen Abtreibungsgesetzen und Herkunftsländer von grenzüberschreitenden Abtreibungsreisen

Länder mit liberaleren Abtreibungsgesetzen und Zielländer für grenzüberschreitende Abtreibungsreisen

Reisen

Es ist bekannt, dass viele europäische Frauen Schwangerschaftsabbrüche außerhalb und/oder innerhalb der Grenzen ihres Wohnsitzlandes durchführen lassen, auch aus Ländern mit relativ liberalen Abtreibungsgesetzen, auf die sich diese Studie konzentriert. Da dieses Phänomen nach wie vor unzureichend bekannt ist, wird in diesem Forschungsprojekt bewusst versucht, die komplexen Gründe für Abtreibungsreisen zu entwirren, indem die Erfahrungen von Frauen auf Ihrer Suche nach Behandlungen untersucht werden. Daten, die jährlich vom Gesundheitsministerium von England und Wales (2017) erhoben werden, zeigen, dass 2016 im Vereinigten Königreich 4810 Abtreibungen für Nichtansässige Frauen durchgeführt wurden. Durch unsere Pilotstudie 2014-2015 erfuhren wir, dass Frauen aus über 14 Ländern für einen Schwangerschaftsabbruch ins Vereinigte Königreich kamen, wobei italienische und französische Frauen die zahlreichsten Gruppen repräsentieren (Gerdts et al 2016). Daten aus den Niederlanden (Rutgers, 2016) zeigen ebenfalls, dass im Jahr 2014 fast 3000 Frauen für einen Schwangerschaftsabbruch reisten, hauptsächlich aus Frankreich, Deutschland und Belgien. Weitere quantitative und qualitative Daten werden benötigt, um die Erfahrungen von Frauen, die innerhalb Europas reisen, um ihre Schwangerschaft abzubrechen, gänzlich zu verstehen.

In Europa ist eine Abtreibung in den meisten Ländern legal, aber es gibt viele Gründe, warum Frauen sich außerhalb ihres Wohnortes nach Abtreibungsmöglichkeiten umsehen. Rechtliche Einschränkungen für Schwangerschaftsabbrüche existieren (IPPF 2012) und variieren stark in Bezug auf Schwangerschaftsaltersgrenzen, Wartezeiten und die Gründe, für die das Gesetz das Verfahren erlaubt. Darüber hinaus können andere Hindernisse für einen sicheren und legalen Schwangerschaftsabbruch zu Barrieren führen, einschließlich kulturelle und religiöse Stigmatisierung  cultural and religious stigma  und sozialer Druck, die den Zugang zu Schwangerschaftsabbrüchen beeinflussen (Pinter 2002). In einigen Ländern oder Regionen ist die klinische Ausbildung begrenzt oder unzureichend (Lohr 2008), und die Verweigerung aus Gewissensgründen conscientious objection  unter Ärzten verschlimmert den Mangel an Anbietern, insbesondere bei Schwangerschaftsabbrüchen im zweiten Trimester (Cook und Dickens 2006).

Daher gibt es verschiedene Gründe, warum eine Frau in ein anderes Land oder in andere Regionen ihres Landes reist, einschließlich:

  • Die Schwangerschaftsaltersgrenze in ihrem eigenen Land überschritten zu haben
  • Es zu bevorzugen, die obligatorische Wartezeit zu vermeiden
  • Eine Abtreibung aus einem Grund vornehmen zu möchten, der in ihrem eigenen Land nicht legal ist
  • Bedenken zu haben, in ihrer Gemeinde oder von religiösen Autoritäten stigmatisiert zu werden, wenn herauskäme, dass sie einen Schwangerschaftsabbruch vorgenommen hat
  • Das Thema aus verschiedenen persönlichen Gründen geheim halten zu möchten
  • Der Schwangerschaftsabbruch von einem örtlichen Anbieter verweigert wurde, da er sich als Abtreibungsgegner herausstellte
  • Aufgrund unzureichender Ärzteausbildung keinen kompetenten Anbieter finden zu können

Es kann andere Gründe geben, warum Frauen, die in Ländern mit relativ liberalen Abtreibungsgesetzen leben, reisen, um Abtreibungsbehandlungen weit weg von ihrem Wohnort zu suchen. Unsere Forschung versucht, diese Informationen zu sammeln. Auf der Grundlage der bisher gewonnenen Daten, zeigt diese Karte die üblichen Reisemuster für die für diese Forschung relevanten Länder. Die Richtung der Pfeile zeigt an, wohin Frauen zur Behandlung reisen. Zum Beispiel reisen italienische Frauen nach Spanien und ins Vereinigte Königreich, während französische Frauen eher in die Niederlande, nach Spanien und ins Vereinigte Königreich reisen.

Quellen:

Cook RJ & Dickens BM. (2006) “The growing abuse of conscientious objection”. AMA Journal of Ethics, 8(5): 337-340.

Gerdts, C., S. De Zordo, J. Mishtal, J. Barr-Walker, P. Lohr (2016) “Experiences of Women Who Travel to England for Abortions: An Exploratory Pilot Study.” The European Journal of Contraception and Reproductive Health Care, 21 (5): 401-407.

Lohr, P. (2008) ‘Surgical Abortion in the Second Trimester’. Reproductive Health Matters, 16 (31-Supplement):151–161.

Pinter, B. (2002) “Medico-legal aspects of abortion in Europe”. Eur J Contracept Reprod Health Care 2002, 7(1): 15-19.

Hehenkamp, L. & Wijsen, C. (2016) Landelijke abortusregistratie 2014, Rutgers.

IPPF – International Planned Parenthood Federation European Network (2012) Abortion Legislation in Europe.

UK, Department of Health (2017) Report on abortion statistics in England and Wales for 2016.

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Länder mit fast vollständigem Abtreibungsverbot

Länder mit relativ liberalen Abtreibungsgesetzen und Herkunftsländer von grenzüberschreitenden Abtreibungsreisen

Länder mit liberaleren Abtreibungsgesetzen und Zielländer für grenzüberschreitende Abtreibungsreisen

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Europe Abortion Access Project

Was

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In vielen europäischen Ländern mit relativ liberalen Abtreibungsgesetzen sehen sich Frauen rechtlichen Beschränkungen von Schwangerschaftsabbrüchen über das erste Schwangerschaftstrimester hinaus gegenüber, sowie anderen prozessualen/sozialen Barrieren, die den Zugang zum Schwangerschaftsabbruch einschränken oder erschweren, insbesondere obligatorische Wartezeiten/Pflichtberatungen und Mangel von Anbietern aufgrund unzureichender Ausbildung und Verweigerung aus Gewissensgründen von Ärzten, die willens und in der Lage sind, Schwangerschaftsabbrüche zu gewährleisten. Dieses fünfjährige Forschungsprojekt ist als eine bahnbrechende multidisziplinäre mixed-methods Forschung  konzipiert, die darauf abzielt, die Erfahrungen von Frauen zu verstehen, die in Ländern leben, in denen diese Barrieren den Zugang zu legalen Schwangerschaftsabbrüchen einschränken.

Insbesondere wollen wir ein besseres Verständnis dafür entwickeln, wie sich verschiedene Arten von Barrieren auf die Erfahrungen von Frauen auswirken und wie diese Barrieren dazu beitragen, das Schwangerschaftsalter bei Schwangerschaftsabbrüchen zu verzögern, wodurch Frauen ein höheres Risiko für Komplikationen eingehen. Wir wollen auch untersuchen, ob die Stigmatisierung von Schwangerschaftsabbrüchen in den sozialen Kreisen von Frauen, einschließlich lokaler, sexueller und reproduktiver Gesundheitsdienste, ihre Erfahrungen mit Schwangerschaftsabbrüchen und ihre Entscheidungen in Bezug auf Schwangerschaftsabbrüche beeinflussen, insbesondere fokussierend auf ihre Entscheidung, weit von ihrem Wohnort entfernt zu reisen. Wir werden die Erfahrungen folgender Frauen untersuchen:

  1. Frauen, die aus anderen europäischen Ländern (insbesondere Frankreich, Deutschland, Belgien und Italien) ins Vereinigte Königreich, die Niederlande und nach Spanien reisen, um einen Schwangerschaftsabbruch durchführen zu lassen;
  2. Frauen, die innerhalb der Grenzen ihres eigenen Wohnsitzlandes in Italien, Frankreich und Spanien reisen, um einen Schwangerschaftsabbruch durchführen zu lassen.

Diese Forschung wird empirische Beweise in einem Bereich liefern, in dem wenig Daten vorhanden sind, und so Einblick geben, wie Frauen die rechtlichen, sozialen und prozeduralen Barrieren in ihrem Land und ihre Erfahrungen mit Schwangerschaftsabbrüchen erfahren.
Für Referenzen siehe Bereich Studien und Ergebnisse.

Ziele

1

Die Auswirkungen rechtlicher, prozeduraler und sozialer Barrieren für Schwangerschaftsabbrüche (Schwangerschaftsaltersgrenzen, obligatorische Wartezeiten, Pflichtberatung und Verweigerung aus Gewissensgründen) auf die Entscheidung von Frauen in Bezug auf Abbrüche (legaler/illegaler Schwangerschaftsabbruch in ihren eigenen Ländern oder im Ausland) zu untersuchen, ebenso wie auf ihren Erfahrungen mit dem Schwangerschaftsabbruch;

2

Zu bewerten, ob und wie diese Hindernisse die Entscheidung von Frauen, einen Schwangerschaftsabbruch durchführen zu lassen, verzögern und damit das Risiko für ihre reproduktive Gesundheit erhöhen;

3

Zu untersuchen, ob Abtreibungsstigmata in den sozialen Kreisen von Frauen, einschließlich lokaler, sexueller und reproduktiver Gesundheitsdienste, die Erfahrungen von Frauen mit Schwangerschaftsabbruchbehandlungen und ihre Entscheidung, für dessen Ausführung zu reisen, beeinflussen.

4

Zu untersuchen und vergleichen, wie Frauen unterschiedlicher Nationalitäten, Altersgruppen und sozialer/kultureller Hintergründe, Abtreibungsgesetze konfrontieren und überwinden und Barrieren zum legalen Schwangerschaftsabbruch in ihren Wohnsitzländern erleben, außerdem wie sie sich selbst und die Abtreibungsgesetze in ihren eigenen Ländern und den Prozess der Entscheidungsfindung beschreiben.

5

Die Erfahrungen der Barrieren für legalen Schwangerschaftsabbruch und grenzüberschreitende Abtreibungsreisen von Frauen aus Ländern mit relativ liberalen Abtreibungsgesetzen und Frauen, die aus Ländern mit sehr restriktiven Abtreibungsgesetzen (Irland) kommen, zu vergleichen

Warum dieses Projekt

Why Image

Es gibt keine Studien, die qualitativ oder mit gemischten Forschungsmethoden untersucht haben, warum Frauen aus Ländern mit relativ liberalen Abtreibungsgesetzen, wie Italien oder Frankreich, weit weg von ihrem Wohnort, inklusive ins Ausland reisen, um einen Schwangerschaftsabbruch vorzunehmen, und welche Erfahrungen diese Frauen mit den Barrieren zum Schwangerschaftsabbruch und Abtreibungsreisen machen. Die meisten bereits existierenden Studien, die sich auf grenzüberschreitende Abtreibungsreisen konzentrieren, untersuchen die Erfahrungen von Frauen, die aus Ländern mit sehr restriktiven Abtreibungsgesetzen ins Ausland reisen. Andere untersuchen die Erfahrungen von Frauen aus diesen Ländern, die illegale Schwangerschaftsabbrüche zu Hause suchen.
(Referenzen zu diesen Themen finden Sie im Bereich Studien und Ergebnisse).

Gegenwärtig haben nur einige europäische Länder – Irland, Polen und Malta – sehr restriktive Abtreibungsgesetze. In den meisten europäischen Ländern erlaubt die Gesetzgebung im ersten Trimester, in der die überwiegende Mehrheit der Schwangerschaftsabbrüche vollzogen wird, weitestgehend einen Schwangerschaftsabbruch. In den meisten Fällen sind Schwangerschaftsabbrüche, die nach dem ersten Trimester durchgeführt werden, nur erlaubt, wenn ein mütterliches Lebensrisiko und/oder schwere Gesundheitsprobleme des Fötus und/oder der Frau vorliegen.

Die Auswirkungen rechtlicher, prozeduraler und sozialer Barrieren auf den Zugang zu legalen Schwangerschaftsabbrüchen in Ländern mit relativ liberalen Abtreibungsgesetzen wurden von Sozialwissenschaftlern in Europa noch nicht untersucht. Der Europarat und die WHO haben darauf hingewiesen, dass die Verweigerung aus Gewissensgründen eine Barriere für den Zugang zu sicheren, legalen Schwangerschaftsabbrüchen sein kann (und nicht sein sollte), insbesondere für Frauen in ländlichen Gebieten oder mit geringem Einkommen, während Verzögerungen des Zugangs zu sicherem Schwangerschaftsabbruch die Risiken für die Gesundheit der Frau weiter erhöhen. Allerdings fehlen Daten über die spezifischen Arten von Barrieren, mit denen Frauen in verschiedenen Ländern und sozialen Kontexten konfrontiert sind, und darüber, wie unterschiedliche Gruppen von Frauen (nach Nationalität, sozialem Hintergrund, Alter usw.) diese Barrieren erfahren und schließlich überwinden.

Auswirkungen des Projekts

Impact Image

Die Ergebnisse dieser Studie werden neue, frische Erkenntnisse über die Auswirkungen von Barrieren für den Zugang zu legalem Schwangerschaftsabbruch in Ländern mit relativ liberalen Abtreibungsgesetzen liefern, die sich insbesondere auf Schwangerschaftsabbrüche in In- und Ausland konzentrieren. Die Erkenntnisse dieser Studie werden Wissenschaftlern, Gesundheitsdienstleistern und politischen Entscheidungsträgern vorgestellt und mit diesen diskutiert und können dazu verwendet werden, den Zugang zu sicheren und legalen Schwangerschaftsabbrüchen in ganz Europa zu verbessern. Sie werden auf dieser Webseite sowie in Fachzeitschriften des Gesundheitswesens und anthropologischen Fachzeitschriften veröffentlicht und auch an Anbieter von sexueller und reproduktiver Gesundheit, politische Entscheidungsträger und nichtstaatliche Organisationen verteilt.

In den letzten zwei Jahren des Projekts werden drei Workshops organisiert werden, um einen Beitrag zur internationalen Debatte über Abtreibungsrechte und -zugang in Europa zu leisten. Am Ende des Projekts wird zudem ein Prototyp für eine Web-App, die leicht zugängliche Informationen über Abtreibungsdienste in europäischen Ländern beinhalten wird, erstellt.

Die ersten Ergebnisse zu den Barrieren für legalen Schwangerschaftsabbruch und Abtreibungsreisen im Ausland werden im Winter 2018-2019 verfügbar sein. Die ersten Ergebnisse zu den Barrieren für legalen Schwangerschaftsabbruch und Abtreibungsreisen im Inland werden im Frühjahr 2020 verfügbar sein.

Wer

Silvia de Zordo

Silvia de Zordo

Studienleiterin

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Joanna Mishtal

Joanna Mishtal

Co-Investigatorin & Senior Forscherin

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Dr. Caitlin Gerdts

Dr. Caitlin Gerdts

Co-Investigatorin & Senior Forscherin

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Natalia Alonso Rey

Natalia Alonso Rey

Projektverwaltung

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Giulia Zanini

Giulia Zanini

Post-doc Stipendiantin

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Giulia Colavolpe Severi

Giulia Colavolpe Severi

Wissenschaftliche Mitarbeiterin in Spanien

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Ann-Kathrin Ziegler

Ann-Kathrin Ziegler

Wissenschaftliche Mitarbeiterin in den Niederlanden

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Lieta Vivaldi

Lieta Vivaldi

Wissenschaftliche Mitarbeiterin im Vereinigten Königreich

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Irene Capelli

Irene Capelli

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Laura Rahm

Laura Rahm

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Anastasia Martino

Anastasia Martino

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Wie

How Image

Dies ist eine Studie mit gemischten Forschungsmethoden, die sowohl qualitative als auch quantitative Daten von Frauen sammelt, die Schwangerschaftsabbrüche im In- und Ausland suchen. Quantitative Daten basieren auf der Verwaltung einer Umfrage, und qualitative Daten werden mit Tiefeninterviews (IDIs) gesammelt. Die mit beiden Methoden gesammelten Daten zielen darauf ab:

1

Die Merkmale von Frauen, die einen Schwangerschaftsabbruch durchführen lassen möchten, insbesondere in Bezug auf ihre Erfahrungen mit Barrieren, die den Zugang zu legalem Schwangerschaftsabbruch im jeweiligen Land einschränken, zu beschreiben;

2

Zu verstehen, ob bestimmte Gruppen von Frauen – nach Nationalität, Alter, sozialem Hintergrund, reproduktiver Geschichte, Schwangerschaftsverlauf usw. – mit spezifischen Barrieren für den Schwangerschaftsabbruch konfrontiert sind;

3

Zu untersuchen, welche Barrieren Frauen dazu zwingen, innerhalb der Grenzen ihres eigenen Landes oder ins Ausland zu reisen;

4

Zu untersuchen, welche Barrieren die Suche nach einem sicheren Schwangerschafts- abbruch am meisten verzögern und somit die reproduktive Gesundheit der Frauen gefährden.

Die Stichproben von Forschungsteilnehmern an verschiedenen Orten sind wie folgt:

Grenzüberschreitende Abtreibunsgreisen Vereinigtes Königreich 200 Umfragen 50 Interviews
Niederlande 200 Umfragen 50 Interviews
Spanien 200 Umfragen 50 Interviews
Landesweite Abtreibungsreisen Italien 150 Umfragen 50 Interviews
Frankreich 150 Umfragen 50 Interviews
Spanien 150 Umfragen 50 Interviews

Wo

Where Image

BARCELONA, Gasteinrichtung

Dieses Forschungsprojekt wird von der Universität von Barcelona, Fachbereich für Anthropologie, koordiniert. Die Universität von Barcelona ist eine der führenden Universitäten in Spanien und bietet eine reiche und anregende Forschungsumgebung für die Durchführung dieses Projekts. Die Forschung wird von der anthropologischen Fachschaft koordiniert, welche die internationale Forschung in wichtigen anthropologischen Bereichen fördert, die für das Projekt relevant sind, wie Anthropologie der Fortpflanzung, Verwandtschaft und Gender Studies (siehe insbesondere die GENI Forschungsgruppe). Das Projektpersonal an der Universität von Barcelona besteht aus: Silvia De Zordo, Ph.D., (Studienleiterin), Natalia Alonso Rey, Ph.D. (Projektverwaltung), Giulia Zanini, Ph.D. (Postdoktorandin), Giulia Colavolpe Severi, Ph.D. Kandidatin (wissenschaftliche Mitarbeiterin) und Ann-Kathrin Ziegler, MSc (wissenschaftliche Mitarbeiterin).

 

BRUSSELS, Geldgeber (ERC)

Der Europäische Forschungsrat stellt Finanzierung, Unterstützung, und belohnt innovative, wissenschaftliche Bottom-up-Forschung in Europa.

Der Europäische Forschungsrat fördert und belohnt hochwertige Forschung in Europa auf allen Gebieten. Es fördert innovative wissenschaftliche Bottom-up-Forschung und ermöglicht es Wissenschaftlern, innovative Ideen zu entwickeln.

Der ERC vergibt Finanzprojekte, welche von erfahrenen und aufstrebenden Wissenschaftlern geleitet werden, die nach den Kriterien wissenschaftlicher Exzellenz in Europa arbeiten. Es ergänzt auch nationale Finanzierungsagenturen und ist ein wichtiger Förderer von Horizont 2020.

Die Aufgabe des ERC besteht nicht nur in der Finanzierung von Forschungsmöglichkeiten, sondern auch in der Gestaltung des europäischen Forschungssystems.

 

LONDON, Studienort

Giulia Zanini hat ihren Sitz in London und ist verantwortlich für die Durchführung der Mixed-Methods-Forschung im Bereich der länderübergreifenden Abtreibungsreisen in England (Vereinigtes Königreich) für einen Zeitraum von 12 Monaten in den ersten beiden Jahren des Projekts.

MADRID & BILBAO, Studienorte

Giulia Colavolpe Severi hat ihren Sitz in Madrid und Bilbao, wo sie in den ersten beiden Jahren des Projekts für 12 Monate eine Mixed-Methods-Forschung über Abtreibungsreisen in Spanien durchführt.

AMSTERDAM, Studienort

Ann-Kathrin Ziegler hat ihren Sitz in Amsterdam und ist verantwortlich für die Durchführung der Mixed-Methods-Forschung im Bereich der länderübergreifenden Abtreibungsreisen in den Niederlanden für 12 Monate in den ersten beiden Jahren des Projekts.

Silvia de Zordo

Studienleiterin

Dr. Silvia de Zordo, Sozialanthropologin, Senior Forscherin (ERC & Ramón y Cajal) an der Universität von Barcelona, hat Pionierarbeit in der Forschung zu Abtreibung und ihrer Verweigerung aus Gewissensgründen in Europa geleistet, insbesondere in Ländern mit relativ liberalen Abtreibungsgesetzen – Vereinigtes Königreich, Spanien und Italien.
In 2008 hat sie am École des Hautes Études en Sciences Sociales in Paris in Sozialanthropologie mit einer Dissertation über Familienplanungspolitik und Sterilisation von Frauen in Brasilien promoviert. Dank renommierten Postgraduiertenstipendien wie dem Charlotte Ellertson Fellowship an der Columbia Universität und dem Marie Curie Fellowship an der Goldsmith Universität in London konnte sie weiterhin im Bereich Reproduktionsgesundheit von Frauen in Lateinamerika und Europa arbeiten. Ihre Forschungsinteressen umfassen Empfängnisverhütung, Abtreibung und deren Verweigerung aus Gewissensgründen in Lateinamerika und Europa. Neben ihrer Ausbildung in Sozial- und Medizinanthropologie verfügt Dr. De Zordo auch über umfangreiche Erfahrungen im Bereich der öffentlichen Gesundheit, was sich in ihren Publikationen über Schwangerschaftsabbrüche in international renommierten Fachzeitschriften für öffentliche Gesundheit und medizinische Anthropologie widerspiegelt. Ihre neueste Veröffentlichung zum Thema Schwangerschaftsabbruch ist A Fragmented Landscape: Abortion Governance and Protest Logics in Europe, herausgegeben mit Joanna Mishtal und Lorena Anton und veröffentlicht von Berghahn Books im Dezember 2016 (https://www.berghahnbooks.com/title/DeZordoFragmented).

Dr. De Zordo hat ihren Sitz an der Universität von Barcelona und widmet sich völlig diesem Forschungsprojekt. Ihre Hauptaufgaben sind: Überwachung der von den Teammitgliedern abgedeckten Aspekte und Steuerung des Forschungsprogramms in Richtung seiner Endziele, Durchführung von Datenerhebungen bezüglich Barrieren, die den Zugang zu legaler Abtreibung erschweren, bezüglich Abtreibungsreisen im Inland/ins Ausland (in den Herkunftsländern) in Spanien und Italien, und Durchführung von Datenanalyse und Verbreitung von Forschungsergebnissen während der Projektlaufzeit.

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Joanna Mishtal

Co-Investigatorin & Senior Forscherin

Dr. Joanna Mishtal ist assoziierte Professorin für Anthropologie an der University of Central Florida und Co-Investigatorin für dieses Projekt des Europäischen Forschungsrats (ERC). Sie hat ihren Doktortitel in Kulturanthropologie im Jahr 2006 an der University of Colorado in Boulder erlangt. Zwischen 2006 und 2008 war sie Charlotte Ellertson Postdoctoral Fellow an der Columbia University am Heilbrunn Fachbereich für Bevölkerung und Familiengesundheit in der Mailman School of Public Health, und forschte in den Bereichen der medizinischen Anthropologie und der öffentlichen Gesundheit. Im Jahr 2017 war sie Gastprofessorin an der Universität von Kent, Kent Law School, Canterbury, Großbritannien. Ihre Forschung untersucht reproduktive Rechte, Gesundheit und Politik, insbesondere in ihrem Zusammenhang zur Abtreibungspolitik. Geographisch liegt ihre Feldarbeit in Europa, insbesondere in Polen, Irland, dem Vereinigten Königreich und auf EU-Ebene in Brüssel. Ihre theoretischen Interessen umfassen Gender und Fortpflanzungsgovernance; Feminismus und Frauenbewegungen; politische Ökonomie und Demokratisierung. Bei der Arbeit an diesem ERC-Projekt als Senior Researcher kommt Dr. Mishtals Hauptbeitrag aus ihrer Expertise im Bereich des qualitativen Forschungsdesigns und der vergleichenden Datenanalyse, sowie der Verbreitung der Ergebnisse im Jahr eins, vier und fünf. Sie ist Autorin von: The Politics of Morality: The Church, the State and Reproductive Rights in Postsocialist Poland, Ohio University Press, 2015. Dieses Buch wurde 2017 mit dem Adele E. Clarke Book Award ausgezeichnet. Sie ist auch Mitherausgeberin eines Sammelbandes, A Fragmented Landscape: Abortion, Governance and Protest Logics in Europe, herausgegeben mit Silvia De Zordo und Lorena Anton, publiziert von Berghahn Books im Dezember 2016.

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Dr. Caitlin Gerdts

Co-Investigatorin & Senior Forscherin

Dr. Caitlin Gerdts, MHS, ist Vizepräsidentin von Ibis Reproductive Health und Co-Investigatorin in diesem Projekt. Dr. Gerdts ist Epidemiologin, ihre Forschungsinteressen umfassen: Klinische und epidemiologische Studien, die die Erfahrungen von Frauen mit Schwangerschaftsabbrüchen innerhalb und außerhalb von Kliniken erfassen und dokumentieren; Bewertung der Auswirkungen von Barrieren für legale Schwangerschaftsabbrüche auf die Gesundheit und das Leben von Frauen; und um Maßnahmen zu testen, die den Zugang zu sicheren Schwangerschaftsabbrüchen verbessern sollen. Dr. Gerdts Methodenkompetenz liegt in den Bereichen Design und Implementierung von Forschung, Wirkungsanalyse und kausale Inferenzmethoden; Sie ist Autorin und Co-Autorin von mehr als 20 begutachteten Publikationen. Sie erhielt ihren Bachelor in Humanbiologie von der Stanford University; einen Master in Gesundheitswissenschaften (MHS) in Bevölkerung, Familie und reproduktive Gesundheit von der Johns Hopkins Bloomberg School of Public Health; und einen Doktortitel in Epidemiologie von der University of California, Berkeley. Dr. Gerdts arbeitet Teilzeit als erfahrene Wissenschaftlerin an diesem Projekt und ist in erster Linie für die Gestaltung und Analyse der quantitativen Komponenten dieser Studie, sowie für die Verbreitung der Erkenntnisse und Ergebnisse in den Jahren eins, zwei, drei und vier verantwortlich.

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Natalia Alonso Rey

Projektverwaltung

Natalia Alonso Rey hat ihren BA in Sozial- und Kulturanthropologie von der Universidad de la República (Uruguay) und ihren MA in Migrationen und Sozialmediation von der Universität Rovira i Virgili (URV, Tarragona, Spanien) erhalten. Sie hat kürzlich ihr Doktoratsstudium in Anthropologie (URV) zum Thema Migration, Materialkultur, Identitäten und Gedächtnis abgeschlossen. Sie ist außerdem Mitglied eines Forschungsteams im Bereich urbaner Anthropologie und Migrationen an der URV, mit besonderem Schwerpunkt auf Erfahrungen von Männern, die sich mit Langzeitpflege (beruflich und in der Familie) beschäftigen, insbesondere mit älteren Menschen. Seit 2010 ist sie als wissenschaftliche Mitarbeiterin in verschiedenen Projekten in der Abteilung für Anthropologie, Philosophie und Sozialarbeit des URV tätig. Seit Mai 2017 arbeitet sie an diesem Projekt als Administratorin und ihre Hauptaufgaben sind: Budget- und Webseitenmanagement, Übersetzungen und organisatorische Aufgaben bezüglich der Arbeitsgruppe (Projekttreffen, Reisen, Konferenzen, etc.).

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Giulia Zanini

Post-doc Stipendiantin

Dr. Giulia Zanini ist eine medizinische Anthropologin und Soziologin, die auf Verwandtschaft spezialisiert ist. Sie promovierte am European University Institute (EUI). Sie war als Marie-Curie-Piscopia-Stipendiatin an der Universität Padua (Italien) tätig und nahm am (IN) Fercit-Projekt der Universität der Ägäis (Griechenland) teil. Ihre Forschungsschwerpunkte umfassen Familie und Verwandtschaft, Fortpflanzungsmedizin, Religion, Gender, Familien- und Gesundheitspolitik sowie Staatsbürgerschaft. Giulia Zanini ist für die mixed-methods Feldforschung in England (VK) zuständig, in welcher Sie über einen Zeitraum von 24 Monaten Abtreibungsreisen ins Ausland in den ersten drei Jahren des Projektes erforscht.

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Giulia Colavolpe Severi

Wissenschaftliche Mitarbeiterin in Spanien

Giulia Colavolpe Severi (MA) hat einen Master in Sozialanthropologie von der École des Hautes Études en Sciences Sociales (Paris). Sie ist derzeit in einem Doktoratsprogramm in der gleichen Institution eingeschrieben und war Gastdoktorandin in Chile und Spanien. Ihre Hauptinteressensgebiete sind Medizintechnik, reproduktive Rechte und Gesundheit, Genetik, Verwandtschaft und ethnographische Feldforschung. Sie ist für die mixed-methods Feldforschung in Spanien zuständig, in welcher Sie über einen Zeitraum von 18 Monaten Abtreibungsreisen innerhalb des Landes in den ersten zwei Jahren des Projektes erforscht.

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Ann-Kathrin Ziegler

Wissenschaftliche Mitarbeiterin in den Niederlanden

Ann-Kathrin Ziegler (MSc) hat 2016 einen Master-Abschluss in Sozialwissenschaften an der Universität von Amsterdam erworben, für den sie in Yogyakarta, Indonesien, ethnographische Forschung zu Sexualität und Religion durchgeführt hat. Sie hat ihren Bachelor-Abschluss in Kulturanthropologie an der Goethe-Universität in Frankfurt gemacht und 2014 das Interdisziplinäre Programm für Frauen- und Geschlechterforschung am Cornelia Goethe Centrum in Frankfurt abgeschlossen. Ihre Forschungsschwerpunkte sind Gender- und Sexualitätsstudien und deren Schnittpunkt mit Religion, sowie reproduktive Gesundheit und ethnographische Feldforschung. Sie ist für die mixed-methods Feldforschung in den Niederlanden zuständig, in welcher Sie über einen Zeitraum von 18 Monaten Abtreibungsreisen ins Ausland in den ersten zwei Jahren des Projektes erforscht.

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Lieta Vivaldi

Wissenschaftliche Mitarbeiterin im Vereinigten Königreich

Dr. Lieta Vivaldi promovierte in Soziologie an der Goldsmith Universität London, absolvierte ihren MSc in Soziologie an der LSE und hat zuvor ein Jurastudium an der Universität Chile abgeschlossen. Sie hat an verschiedenen Forschungsprojekten zum Thema Abtreibung teilgenommen, vor allem in Chile und Lateinamerika. Ihre Forschungsschwerpunkte umfassen reproduktive Rechte und Technologien, Gender und feministische Theorie, Intersektionalität und Gesundheitspolitik. In diesem Projekt war sie für die Datensammlung bezüglich Abtreibunsgreisen nach England (Vereinigtes Königreich) zuständig.

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Irene Capelli

Irene Capelli besitzt einen Doktortitel in Sozialanthropologie (Universität Turin). Sie hat einen Abschluss in Medizinischer Anthropologie (M.Sc. Brunel University London) und in Sozial- und Kulturanthropologie (M.A. Universität Bologna). Zu ihren Forschungsgebieten gehören Fortpflanzung und Gesundheit in Nordafrika und in Europa; Reproduktions-, Migrations- und Erziehungspraktiken; sexuelle, reproduktive Rechte und Abtreibungsrechte; Gesundheit und Ungleichheit. Sie führte umfangreiche ethnografische Forschungen in verschiedenen Teilen Marokkos und Italiens über Gesundheitsdienste und NRO mit Praktikern und Frauen durch. Außerdem arbeitet sie auch als professionelle Anthropologin und Beraterin. Sie ist für die mixed-methods Feldforschung in Italien zuständig, in welcher sie über einen Zeitraum von 12 Monaten Abtreibungsreisen innerhalb des Landes in dem dritten und vierten Jahr des Projektes erforscht.

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Laura Rahm

Laura Rahm (PhD) ist eine auf Abtreibungspolitik spezialisierte politische Soziologin und Demographin, die an der Université Paris Descartes (UPD) und am Centre de Population et Développement (CEPED) promovierte. Ihre jüngsten Veröffentlichungen erschienen in Population and Development Review, Critique Internationale und Men and Masculinities Journal. Ihr Buch Gender-Biased Sex Selection in South Korea, India and Vietnam: Assessing the Influence of Public Policy wurde 2019 in Springer / Palgrave Macmillan veröffentlicht. Laura ist u.a. Beraterin und Ausbilderin in dem von der EU und der UNFPA finanzierten Global Programme to Prevent Son Preference and Gender-biased Sex Selection. Sie ist für die mixed-methods Feldforschung in Frankreich zuständig, in welcher sie über einen Zeitraum von 24 Monaten Hindernisse für den Zugang zur legalen Abtreibung und Abtreibungsreisen innerhalb des Landes erforscht.

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Anastasia Martino

Anastasia Martino (PhD) promovierte in Kulturanthropologie und Ethnologie an der Universität Mailand – Bicocca. Sie führte eingehende ethnografische Feldforschungen in Mexiko durch, in denen sie sich mit der Familienplanungspolitik und den Erfahrungen von Frauen mit Schwangerschaft und Schwangerschaftsabbrüchen (im Land illegal) befasste, und zwar in Krankenhäusern und anderen Einrichtungen betrieben sowohl von Abtreibungsgegnern als auch von Frauenrechtsbewegungen. Sie hat einen Master-Abschluss in Medizinischer Anthropologie von der Universität Rom – La Sapienza. Ihre Forschungsschwerpunkte sind öffentliche Gesundheit und institutionelle Politik in Bezug auf Gesundheitsrechte, sexuelle und reproduktive Rechte, Studien zu Feminismus und Geschlecht sowie Studien zu sozialen Bewegungen. Sie ist für die mixed-methods Feldforschung in Italien zuständig, in welcher sie über einen Zeitraum von 12 Monaten Abtreibungsreisen innerhalb des Landes in dem dritten Jahr des Projektes erforscht.

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Wir sind uns der großen Schwierigkeiten in Europa bewusst, mit denen Frauen, die ihre Schwangerschaft abbrechen möchten, konfrontiert sind. Deshalb laden wir Sie ein, Ihre Erfahrungen mit dem Projektteam zu teilen. Mit Ihrer Hilfe werden wir in der Lage sein, die Studie zu verbessern und eine Plattform mit nützlichen Informationen für alle zu erstellen.

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    Die wissenschaftlichen Mitarbeiter werden Ihre Geschichte überprüfen und sie (wenn Sie damit einverstanden waren) eine Woche nach Ihrer Einreichung veröffentlichen. Wenn Sie Ihre Einreichung abbrechen möchten, Ihre Meinung über die Teilnahme ändern möchten oder bei der Einreichung Ihrer Geschichte einfach das falsche Kästchen angekreuzt haben, so schreiben Sie bitte eine E-Mail an unser Forschungsteam, wie auf der linken Seite angegeben.

    Europe Abortion Access Project Euroe Research Council Universitad de Barcelona

    This project has received funding from the European Reseach Council (ERC) under the European Union's Horizon 2020 research and innovation programme BAR2LEGAB-680004